FDP empfiehlt dringend: Wiederbelebung des Arbeitskreises Integration
Seit dem ersten Januar 2010 hat die Kreisstadt Dietzenbach eine Integrationsbeauftragte.
Wir Liberale begrüßen dies und sorgen uns gleichzeitig darum, dass ihr gleich zum Start
von außen ein sozialwissenschaftliches Institut vor die Nase gesetzt werden soll, noch
bevor sie sich eingearbeitet hat und in der Lage ist, selbst Vorschläge zu unterbreiten.
Das von Prof. Heckmann vorgestellte Konzept, erst mal zu erforschen, wo bei uns Leute
mit Migrationshintergrund wohnen, wieviel Schüler mit Migrationshintergrund keinen Schul-
abschluss schaffen, etc., erinnert Artus W. Rosenbusch an sein Resümee anläßlich der
Vorstellung des EFMS-Insitituts vor den Ausschüssen der Stadtverordneten: "Alles, was
Sie hier vorschlagen, haben wir längst abgehakt!"
Mit einem Änderungsantrag (anbei) fordern wir deshalb, die Auftragsvergabe an Dritte
vorerst zurückzustellen, unserer Integrationsbeauftragten, Frau Sonja Hoffmann, die
Chance zu geben, sich bestens einzuarbeiten und ihre Vorstellungen einzubringen in die
wiederzubelebende AK Integration. Dieser Arbeitskreis hatte bereits in der vorigen Legis-
laturperiode eine Reihe von Analysen und Zielvorgaben erarbeitet und schlief leider nach
der Kommunalwahl 2006 ein. "Jetzt sind wir nach Realisierung des Boxprojekts, der ausge-
zeichnet laufenden Konzepte von HEGISS erheblich weiter", erklärt Rosenbusch "und wo
es jetzt drauf ankommt, ist: Die laufenden Maßnahmen zu analysieren und zu bewerten. Die
noch erkennbaren unerfüllten Wünsche in gemeinsamen Runden zu besprechen und zu
fixieren. Und dies in bester Koordination mit Frau Sonja Hoffmann. Da müssen wir nicht
jetzt viel Geld in die Hand nehmen und ein Institut beauftragen, das weit weg vom Schuss
ist und sich hier mühsam auf unsere Kosten erst mal einen Überblick verschaffen müsste."
Die FDP|ÖDP-Fraktion empfiehlt, das vom EFMS-Insitut für Schwäbisch-Gmünd erarbeitete
Grundlagenkonzept mal zu analysieren, wieweit dort Anregungen enthalten sind, die unsere
bereits laufende Integrationsarbeit abrunden können. Und damit verbunden sollte eigentlich
sein, dass wir der Wiederbelebung der AK Integration den Vorzug geben vor einer kosten-
intensiven Auftragsvergabe an das EFMS-Institut des Prof. Heckmann.
Unser Fraktionsmitglied Heiner Kuse hat sich ausführlich mit den von EFMS erstellten Kon-
zepten für Frankfurt am Man und Schwäbisch-Gmünd befaßt und wird in der Stadtverord-
netensitzung am 8. Februar ausführlich dazu Stellung nehmen, unseren Antrag begründen
und für eine breite Zustimmung werben.