FDP sieht Wiederbelegbung des AK Integration als Alibiveranstaltung

Politiker werden gewählt von der Bevölkerung, damit sei Probleme lösen ... professionell und ohne Scheuklappen. Aber was machen die Kommualpolitiker in Dietzenbach? Sie goutieren die frisch in Amt
und Würden angestellte Integrationsbeauftragte - und dennoch beauftragen sie für rund 43.000 Euro ein Institut aus Bamberg, eine Integrationsstudie zu erarbeiten. Das Konzept dazu hat Prof. Heckmann vor den Stadtverordneten präsentiert. Es besteht aus einer "Bestandsaufnahme", will heißen, er wird uns nach halbjähriger Erforschung der hiesigen Realität mitteilen, dass im Spessartviertel mehr Leute mit Migrationshintergrund leben als am Hexenberg und in Steinberg weniger Arbeitslose als in der ehemals Rosenpark benannten Problemzone.
Das ist, nach liberaler Analyse, schlicht "Showbusiness". Dafür teure Gelder zu bezahlen, kann man kaum nachvollziehen.
Dies war auch der Grund, weshalb die FDP|ÖDP-Fraktion in der Stadtverordnetensitzung am 8. Februar einen Antrag stellte, jetzt wenigstens erst mal der neuen Integrations-beauftragten die Chance einzuräumen, zusammen mit den vor Jahren eingeschlafenen aber nunmehr auch von der CDU wieder ins Leben gerufenen AK Integration eine Bestandsanalyse zu machen und erste eigene Vorschläge zu unterbreiten, wie man das Zusammenwachsen der Kulturen optimieren kann.
Nein, das wollte die Mehrheit der CDU nicht (bis auf zwei Denker aus den eigenen Reihen, die SPD genau so wenig und selbst der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Harald Nalbach, konnte seine politischen Mitstreiter nicht dazu bewegen, dem sinnvollen Antrag zuzustimmen, die eigene Bemühung einer Fremdvergabe vorzuziehen.
Jetzt wird Prof. Heckmann seine Uni-Gruppe von Bamberg regelmäßig in die Kreisstadt Dietzenbach auf unsere Kosten reisen lassen, damit die uns irgendwann mal sagen, was sinnvollerweise getan werden muss, um Migranten und Alteingesessene näher zusammen zu führen. Geld, das wir für dringende Aufgaben, wie Sprachunterricht für Nichtdeutsche bestens gebrauchen könnten.
"Ich hoffe ja nur, dass die Presse dies gut verfolgt und analysiert, sowie der Öffentlichkeit zugänglich macht, was da rauskommt", mahnt Artus W. Rosenbusch, Fraktionsvorsitzender der FDP|ÖDP an, "denn mit den hierfür rausgeworfenen Geldern hätten wir zumindest über hundert eingewanderten Türkinnen sprachunterrichtlich beistehen können, so dass sie in der Lage wären, an den Schulsprechtagen mal ein Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern an den Schulen, in denen ihre Kinder sind, so zu sprechen, dass beide Seiten sich gegenseitig verstehen.


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