Enttäuschung am Stammtisch wegen Geldausgabe
Beim FDP-Stammtisch in der LINDE gab es bei frisch am Tisch gezapftem Bier totales Unverständnis über die Ankündigung der Verwaltung in der Presse, es würde eine halbe Million Euro ausgegeben, um die Blitzer in der Stadt technisch auf Vordermann zu bringen.
"OK, wir haben verstanden, dass in den alten Überwachungskameras noch mit Negativfilmen geknipst wird … und die sollen im Digitalzeitalter wohl nicht mehr hergestellt werden", eröffnete den Diskussionsbeitrag der Partei- und Fraktionsvorsitzende Artus W. Rosenbusch die Runde.
Aber warum müssen denn dafür 500.000 Euro ausgegeben werden?"
Und er berichtete von eine Sitzungsinformation, dass damit die alten Kameras erst mal weg vom Fenster seien. Aber der gute Deutsche brauche Überwachung.
Kameras, die zu schnell fahrende PKW´s blitzen. Solche, die festhalten, wenn einer über das Rotlicht fährt. Und auch an kriminellen Schwerpunkten, die es zu überwachen gelte, damit man Rowdies wie Drogenbanden dingfest machen kann.
Das aber brachte den liberalen Bürger dieser Stadt, Dr. Günter Mues (Diplom Physiker und Elektronikexperte) dann doch auf die Palme. Er hat sich mal mit dem Thema befasst und sagt: „Eine Blitzanlage besteht aus zwei Teilen: Erstens aus dem Messteil (misst die Geschwindigkeit, oder das Überfahren der Ampel) und zweitens einer damit gekoppelten Kamera. O-Ton Dr. Mues: "Meines Wissens nach besteht bei den bestehenden Anlagen der Messteil aus bewährten Induktionsschleifen. Ersetzt werden müssten nur die analogen Film-kameras durch digitale Kameras." Und er vermutet, dass dies unserer Verwaltung wohl zu preiswert sei. Denn man wolle die derzeit teuersten Lasermessgeräte kaufen. Er bemängelt auch den Bericht in der Offenbach Post und sagt: "Strassen müssen nicht aufgerissen werden, die Induktionsschleifen sind ja bereits vorhanden!" Auch sei eine Lasermessung nicht genauer. Induktionsschleifen sind robust und störsicher. "Gegen Radar und Laser gibt es im Handel Warn- und Störgeräte, gegen Induktionsschleifen gibt es nichts dergleichen!“
Artus W. Rosenbusch
Vorstandsvorsitzender der FDP hier in Dietzenbach und Fraktionsführer in der SVV.