FDP fragt sich verblüfft: "Wissen die Grünen noch, was sie woll(t)en?"
Mit Verve haben sich die Grünen dafür eingesetzt, dass das Bildungshaus für viel Geld gebaut wird. Unseren Antrag, trotz der Zuschüsse darauf zu verzichten und dafür lieber den alten Verwaltungsbau der Ernst-Reuter-Schule für weniger Geld zu einem Bildungshaus umzugestalten, haben sie abgeschmettert. Alle ihre Hände waren oben, als für das Bildungshaus abgestimmt wurde.
Und jetzt?
Nun liest man in der Zeitung, die Grünen (inzwischen haben sie fusioniert mit der ehemaligen Dietzenbacher Liste zur GDL Grüne Dietzenbacher Liste) monieren die Größe des Bildungshauses! Man müsse darüber nachdenken, ob man es nicht viel kleiner machen könne, zumal „Die Tafel“ dort nun doch nicht einziehe.
Woher kommt der Meinungswechsel? Hat sich die personelle Erweiterung um die DL-Leute und die Newcomer auf eine Neubewertung niedergeschlagen? Hat man vergessen, dass man mal der Meinung war, das Bildungshaus sei unabdingbar für das große Thema Integration? Will man jetzt hurtig „Geld einsparen“ und vergisst dabei, dass die Zuschußgenehmigung erteilt worden ist, weil mit dem Bildungshaus Dietzenbach eine Investition in den gesellschaftlich wichtigen Integrationsprozess begleitet wird? Soll jetzt etwa eine Veränderung des Konzepts erfolgen und damit gar das Risiko inkauf genommen werden, dass die Fördermittel zurückgegeben werden müssen?
Wir Liberale sind der Meinung, man hätte das alles preisgünstiger und anders machen können. Aber jetzt, wo Fördermittel und Haushaltstitel eingestellt wurden, wo von der Verwaltung ein wahrlich tolles Gesamtnutzungskonzept präsentiert worden ist, da sollte man nun endlich Frieden einziehen lassen und sich freuen, dass wir mit fremder Finanzhilfe und eigenem Engagement ein Zukunftsprojekt auf die Beine stellen. Allerdings sehr wohl unter der vom FDP-Fraktionsvorsitzenden Artus W. Rosenbusch in der entscheidenden Runde angemahnten Kontrolle: „Alles was dort geplant, gemacht und geleistet wird, muss von höchster Stelle jeweils vorab geprüft werden, dass nichts den Fördervorgaben widerspricht und etwa wie bei den bekannten Hessentagsprojekten zur Rückforderung von Geldern führt!“
Artus W. Rosenbusch
Vorstandsvorsitzender der FDP hier in Dietzenbach und Fraktionsführer in der SVV.
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