FDP ist für Mittagsbetreuung an der Bonhoeffer-Schule aber gegen Schuldenzuwachs
In Dietzenbach geistert das Gerücht, die FDP wäre gegen eine Mittagsbetreuung an der Bonhoeffer-Schule und habe in der Stadtverordnetensitzung deshalb gegen einen Neubau gestimmt, den viele für notwendig erachten, um den Kindern dort eine Verpflegung anbieten zu können. Das ist aber nicht so!
„Es ist richtig, dass ich dagegen gestimmt habe, bei unserer aktuell hochverschuldeten Finanzlage hier in der Kreisstadt per Kredit oder aus der Fondsrücklage jetzt Gelder zu nehmen, was unsere Schieflage noch verschlimmern wird,“ stellt Artus W. Rosenbusch, Fraktionsvorsitzender der Liberalen fest und ergänzt: „Schulgebäude werden hier in Dietzenbach vom Kreis unterhalten und der hat auch dafür zu sorgen, dass an der Bonhoeffer-Schule der angedachte Neubau erstellt wird, wenn er erforderlich ist. Das hat der Landrat ja auch insofern zugesagt, als er schriftlich mitteilt, der Kreis würde sich hieran anteilig beteiigen. Aber er hat auch klar dargelegt, dass er dies derzeit nicht könne, weil auch er kein Geld hat.“
Und das war der Grund, weshalb Rosenbusch im Parlament sagte: „Zwei Seelen klopfen ach in unsrer Brust!“ Selbstverständlich hätten wir auch gern, dass die Mittagsbetreuung realisiert wird. Aber nicht sofort! Wo kein Geld ist, muss man – ja darf man – nicht weitere Schulden machen, sondern wir müssen warten bis der Kreis seinen Anteil an den Finanzmitteln zur Verfügung stellt und derweil uns Gedanken machen für eine Überbrückung.“
Dies könnte zum Beispiel auch mit einem weiteren Container geschehen, meint die FDP, in dem ein Mittagessen räumlich besser angeboten werden könne als derzeit in einem finsteren Kellerraum.
Zum Thema „Wir nehmen das Geld aus dem Fondsvermögen, das durch den EVO-Anteilverkauf erlöst wurde“ muss man nämlich auch beachten, dass dieses Geld nicht frei zugänglich, sondern in verschiedenen Laufzeiten angelegt ist. Auch da hat ein vorzeitiger Zugriff finanzielle Risiken, weshalb die FDP im Haupt- und Finanzausschuss sich der Meinung anschloss, hier müsse erst einmal erkundet werden, ob hierdurch nicht etwa höhere Kosten entstehen als durch Aufnahme eines Kassenkredits.
Kurzum: Wir sagen JA zu der möglichst raschen Mittagsbetreuung auch an der Bonhoeffer-Schule – aber NEIN zu einer raschen Lösung, da damit für unse der Schuldenberg ruckzuck noch einmal um weitere 1,5 Millionen Euro aufgetürmt wird.
Artus W. Rosenbusch