„Wutbürger“ … OK, sie sind Realität geworden. Nicht nur bei „Stuttgart 21“ – nein, überall schießen sie aus dem Boden. Auch hier in Dietzenbach! Nehmen wir mal ein paar Beispiele:
1. Durchfahrt Limesstraße
Um zu verhindern, dass LKW´s quer durch Steinberg ins Industriegebiet fahren, hatte man vor Jahren schon in der Limesstraße eine Verengung im wesentlichen aus Metallbändern rechts und links angebracht. Das hat funktioniert, aber ab und an kratze mal ein Autofahrer dran, beschädigte seinen Wagen und wenn es schlimm kam, sogar die Metallbänder etwas.
Warum auch immer, irgendwer kam auf die Idee, das muss man verbessern: Poller wurden hingesetzt … zig Autofahrer kratzten sich das Fahrzeug kaputt, ja eine blieb sogar stecken. Warum? Weil die Poller so niedrig waren, dass ein Fahrer sie aus dem seitlichen PKW-Fenster nicht mehr sehen konnte. Den Vorschlag von Dr. Günter Mues, da einfach lange Stangen seitlich hinzusetzen, damit man wie beim Einfahren in die Garage rechts und links sieht, wo man fährt, nimmt die Verwaltung einfach nicht zur Kenntnis. Nein, Striche werden auf der Fahrbahn gezogen, damit man die Kurve besser schaffen soll. Kostenaufwendig wird alle Ritt eine neue Version von Durchfahrtverbauung kreiiert. Geld wird ausgegeben, das man bei unserem Schuldenpaket besser hätte verwenden können. Die Bürger sammeln Unterschriften. Die Verwaltung denkt nicht daran, die einfache Lösung zu realisieren – und da fragt noch jemand, wieso die Leute sind ärgern?
2. Vor zig Jahren wird jemand an einer Kreuzung als Fußgänger von einem Auto angefahren, das um die Ecke bog und sich nicht um da dortige Fußgängergrün kümmerte. Politik und Verwaltung reagieren – man ändert die Ampelschaltung in „für alle Fußgänger gleichzeitig grün“ – bedeutete „alle Autofahrer, egal woher sie kamen, mussten gleichzeitig stehen bleiben“.
Das ist nicht toll, heute auch gar nicht mehr zulässig, aber statt dies den Leuten per Presseinfo oder Bürgerversammlung zu vermitteln, ändert man das – und kaum gibt es wieder das „Parallel-Grün“, also der Richtung Süd fahrende Autofahrer, der rechts um die Ecke will und der Fußgänger, der in gleicher Richtung die Kreuzung überquert, haben beide gleichzeitig Grün. Kaum installiert, fährt ein Autofahrer beim Rechtsabbiegen eine Frau um, die bei Grün die Kreuzung überqueren wollte. Da aber dort auch viele Schulkinder diese Kreuzung queren, wollen die Bürger, die sich zurecht große Sorgen um ihren Nachwuchs machen, dass die alten Version wieder geschaltet wird. Das geht nicht, also beschließt die Verkehrskommission, dass man anders helfen muss: Das Fußgänger-Grün zeitlich früher starten als das andere, dann sieht jeder Autofahrer, dass da Leute laufen, wenn er rechts abbiegen will – und da fragt man sich doch, warum macht man das nicht bekannt? Durch Handzettel in die Briefkästen. Durch Presseberichte in den Zeitungen. Durch Aufklärungsaktionen bei Elternbeiratssitzungen. Und … und … und!
Hier könnten noch zig Beispiele stehen – aber wir wollen Sie ja nicht zuschütten mit Erklärungen. Schreiben Sie uns doch einfach an pressesprecher@fdp-dietzenbach.de , wenn Sie ähnliche Vorfälle kennen über die Sie sich schon geärgert haben oder gerade ärgern.