Sitzungsdienstverfahren Internetlösung
An die Stadtverordnetenvorsteherin Dietzenbach, den 12. Oktober 2009
Das vorgeschlagene Verfahren, die Sitzungsunterlagen per Internet verfügbar zu machen, läßt sich sinnvollerweise nur optimal durchführen, wenn alle Stadtverordnete, die nicht über einen Laptop mit WLAN verfügen, ein Netbook zur Verfügung gestellt bekommen. Es gibt heute Netbooks bereits um die 200 Euro.
Antrag: Netbooks statt Papierbergeflut
Die Stadtverordnetenversammlung möge einen HH-Titel in Höhe von 10.000 Euro beschließen zur Anschaffung von max. 45 Netbooks.
Diese sollen so ausgestattet sein, dass die Stadtverordneten durch Login und Passwort geschützt sich alle Einladungen, Unterlagen und Protokolle etc. runterladen und auch in der SVV auf ihrem Netbook den Sitzungsablauf mit allen Unterlagen einsehen und verfolgen können.
Begründung: So kann eingespart werden:
* der Ausdruck von zig Paketen Sitzungspapieren
* die Zustellung derselben
* zeitnah alle Änderungen per E-Mail-Info oder SMS gesichert werden
* selbst die Ergebnisse der Ältestenratssitzung sofort allen Mitgliedern der SVV direkt nach deren Sitzung verfügbar sein
Und viele andere Vorteile wären damit verbunden. Weiteres mündlich.
FDP|ÖDP Fraktion
Artus W. Rosenbusch
Erläuterung zum Antrag:
zu TOP 21 Sitzungsdienstverfahren Internetlösung
In der Ausschußsitzung erklärte die Verwaltung, dass sie diesem Vorschlag nicht nur zustimme, sondern sogar darüberhinaus Herr Kolmer angeregt habe, nicht (preisgünstigere) Netbooks sondern doch jedem ein Notebook zur Verfügung zu stellen, da hiermit besser gearbeitet werden könne. Dem Vorschlag kann sich unsere Fraktion gern anschließen.
Aber nun findet man auf der Rückseite unseres Antrags eine Stellungnahme von Herrn Ebel, der entgegen der im Ausschuß von der Verwaltung geäußerten positiven Einstellung zu unserem Vorschlag jetzt auf einmal in großer Breite von Mehrkosten bei diesem Verfahren schreibt.
Alleine die just zur SVV am 14. Dez. bis zur Stunde zugestellten Unterlagen (ich habe das Kuvert sofort auf die Waage gelegt) wiegen 1.290 Gramm.
Nehmen wir dies mal (mindestens) 45, so kommen da schon mal über 58 kg zusammen.
An Papier wurde "verarbeitet":
>> 229 Seiten SVV-Unterlagen
>> 4 Seiten Einladung mit Tagesordnung
>> 9 Seiten Ausschuß-Einladungen (farbig)
>> 1 Seite Spendenaufruf Middelmann
>> 1 Seite Einladung zum Ältestenrat
>> 1 großer C4-Umschlag extradick
>> 2 Heftklammern in Spezialverfahren
>> 1 gr. Bauplan mit Grünordnungsplan Nr. 85/2
>> 8 Blatt "Bunte Ergänzungen" zu DS 16/1415/10.50
Das ganze musste ausgedruckt, sortiert, geheftet bzw. gebunden, kuvertiert und zugestellt werden per Boten.
Dem werden noch die angekündigten Nachträge folgen, die bereits erwähnt sind (Unterlagen werden nachgereicht) u.a. zu TOP 29 und alle Änderungen, die nunmehr noch von der Verwaltung bzw. den Fraktionen zu diesen Unterlagen eingebracht werden. Wieder "Vervielfältigen ... Kuvertieren ... Ausfahren ...
Somit nehme ich diese Gelegenheit wahr, Sie zu informieren über eine Anfrage an den Magistrat (anbei) zum Thema "Ausstattung des künftigen SVV-Saals im neu gestalteten Rathaus mit EDV-Zugang etc.".
Denn: Mir scheint die Tendenz der Mehrheit in der momentanen SVV so zu sein, dass bedingt durch etliche (ältere) Mitglieder dort evtl. unsere Idee "Internet-Sitzungsdienst-Infos" jetzt noch abgelehnt wird ... aber ich bin mir sicher, dass künftige Generationen es als unvorstellbar empfinden würden, wenn die Sitzungsplätze nicht über sichere Internet-zugangsmöglichkeiten verfügten.