Der Versuch, eine falsche Entscheidung als richtig bewerten zu lassen?
zum Leserbrief "Stadt kann von Beratung des Kreises profitieren" in der Offenbach Post vom 30. März 2010
Ein ehemaliger Revisionsleiter des Kreises Offenbach, wohnhaft in Wächtersbach (paßt für Revision, oder?), versucht eine logische und gar kaufmännisch richtige Begründung, die von CDU und einer Mehrheit aus UDS und FWG beschlossenen Abgabe unseres Rechnungsprüfungsamtes an den Kreis einen nachträglichen Sinngehalt zuzuordnen.
Allerdings scheint Herr Ecke, der pensionierte Leiter der Revision des Kreises Offenbach sich in keinster Weise schlau gemacht zu haben, was unser RPA bis dato geleistet hat. Und vor allem muss doch von uns Parlamentariern hinterfragt werden, weshalb sich die Hauptamtlichen des Kontrollorgans der Stadtverordneten, denn das ist das RPA, so flott entledigen wollten. Bereits am 20. März 2009 wurden die Fachbereiche 10, 20 und 30 von der Visakontrolle "entbunden". Heißt: Sie brauchten Aufträge, die sie vergaben und Rechnungen, die sie bezahlten, nicht vorher dem RPA vorzulegen zur Prüfung, ob da auch alles richtig gelaufen ist.
Das alles wurde beschlossen, ohne dass vorher eine Prüfung in Form einer Schadens-bilanz der Höhe nach vorgenommen worden war. Eine ganz wichtige Funktion zur Fehler-vermeidung von vornherein ist das Controlling. Zwei Mitarbeiter, die sich im RPA hierum kümmerten, wurden jedoch herausgenommen und der Finanzabteilung zugeordnet, um bei der Erstellung des überfälligen Etatentwurfs für 2010 mitarbeiten zu können.
Uns liegt eine ausführliche Prüfungsliste des RPA vor, die nachweist, wie umfangreich Kassenprüfungen vom RPA vorgenommen worden sind. Das was künftig vom Kreishaus geprüft wird, ist pauschaliert und im Umfang nicht annähernd vergleichbar. Alles, was über diesen Standard hinaus geht, wird extra berechnet. Das, was bis dato grob über den Daumen durch Fehlervermeidung aufgrund RPA-Prüfung eingespart wurde, liegt weit über den Kosten der Personaleinsparung, allemal, nachdem das RPA schon auf mal gerade zwei Personen abgeschmolzen worden ist.
Nein, Herr Ecke, wir in Dietzenbach haben ohne Not mit einem falschen Argumentenbündel durch die Weggabe des RPA nicht nur finanzielle Nachteile in Kauf genommen, sondern uns vor allem eines wichtigen, dem Parlament zugeordneten Prüforgans begeben. Dass dies von der Mehrheit der Abgeordneten beschlosssen wurde, zeigt, dass die Mehrheit der Stadtverordneten sich - gelinde gesagt - schlicht überhaupt nicht mit der Materie vertraut gemacht hatten, bevor sie die Hand hoben!
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FDP Ortsverband Dietzenbach
1. Vorsitzender und Pressesprecher