Man kann alles totrechnen ... wie die UDS
Aber verantwortungsvolle Politik wird da noch lange nicht draus. Dass der UDS-Vorsitzende Gericke zur Abschaffung des Open-Air-Kinos steht, ist eher einer Trotzhaltung geschuldet, weil dieses imagefördernde Projekt nicht auf deren Idee zurückgeht, sondern bereits in der vorigen Legislaturperiode von uns Liberalen angeregt worden ist.
Aber auch die aufgemachte Milchmädchenrechnung läßt keine verantwortungsbewußte Analyse erkennen. Im Gegenteil. Denn die zweifelsfrei per Trick verausgabten Anschaffungskosten von hunderttausend Euro sind nun mal weg. Da kann man schimpfen und sich ärgern, aber das wäre nur geheilt worden, hätten wir das Open-Air-Kino am Leben erhalten, zumal sich ja abzeichnete, dass durch die Wiedereröffnung des Freibads im vor uns liegenden Jahr eine erhebliche Publikums- und damit Einnahmesteigerung erzielt werden können.
Jetzt fällt also ersatzlos dieser Imagefaktor für unsere Kreisstadt weg, ohne dass damit etwa wirklich Kosten eingespart werden, denn weitere neun Jahre zahlen wir an die städtischen Betriebe jährlich 9.000 Euro Leasingkosten, die Verwaltung muss sehen, wie sie mit großen Verlusten die gesamte Technik versilbert und wenn unser Wunsch in Erfüllung geht und die Wähler am 27. März 2011 dafür sorgen, dass ausreichend Stadtverordnete gewählt werden, die wie wir dafür sind, das Open-Air-Kino wieder aufleben zu lassen, müßte alles wiederbeschafft werden. Deshalb unsere Bitte an den Magistrat: "Verscherbelt die Technik für ein Open-Air-Kino nicht voreilig! Laßt uns alle hoffen, dass die nächste Stadtverordnetenversammlung diesen unsinnigen Beschluß, das Open-Air-Kino nicht weiter zu betreiben, widerruft!"