Erneut fordert unsere FDP|ÖDP-Fraktion, dass eine von zwei nahezu total gleichen Mitgliedschaften gekündigt wird … aber alle anderen sind dagegen!
Es gibt einen „Hessischen Städte- und Gemeindebund e.V.“ und einen „Hessischen Städtetag“. Beides sind Verbände, die den hessischen Städten und Gemeinden mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, wenn die jeweiligen Verwaltungsfachleute mal nicht genau wissen, wie sie Problemfelder zu verwalten haben.
Jetzt ist Dietzenbach, weil das wohl öfter bei uns vorkommt, dass vor der Tat mal wieder Rat eingeholt werden muss, seit Jahr und Tag Mitglied in beiden Verbänden.
Das würde Sinn machen, wenn der eine Verband eher Spezialisten beschäftigen würde, die für Finanzen etc. Koryphäen sind und der andere absolute Spitzenleute auf dem Gebiet Bodenrecht oder so ähnlich. Ist aber nicht! Nichtsdestoweniger zahlen wir fünfstellige Beträge an Mitgliedskosten an jeden dieser Verbände, nur kommen bei an beide gestellte Anfragen so gut wie immer absolut gleichlautende Beurteilungen und Ratschläge.
Warum also kündigen wir nicht einfach eine dieser Mitgliedschaften? Da gibt es eine Vermutung … und da dürfte wohl auch was dahinter sein: Der eine Verband hat in der Spitze CDU-Leute sitzen und der andere SPD-Leute. Unser voriger Bürgermeister Stefan Gieseler ist ja in die Führungsspitze des Hessischen Städtetages geklettert.
Klar also, dass unsere CDU-Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung nicht will, dass wir die Mitgliedschaft im Hessischen Städtetag kündigen. Ist zwar kein sehr logisches Argument, aber nachvollziehbar. Nur, weshalb sie dagegen sind, dem Hessischen Städte- und Gemeindebund zu kündigen, ist damit ja noch lange nicht verständlich. Oder?
Mit liberalen Grüßen
Artus W. Rosenbusch